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Interview mit Bürgermeister Michael Schnatz

Kommunales

Erwartungen an und Ausblick auf das Jahr 2019

 

Service, Stabilität und Sicherheit

Auch im neuen Jahr sind Service, Stabilität und Sicherheit wesentliche Aufgabenstellungen für die Verbandsgemeinde Diez. Für die Kunden des Eigenbetriebs Verbandsgemeindewerke bleibt der Wasserpreis im sechsten Jahr unverändert und die Abwassergebühr sinkt sogar um 2 Cent pro Kubikmeter. Das Sicherstellen der Tageseinsatzbereitschaft unserer Feuerwehren ist eine Daueraufgabe. Gemeinsam mit den Wehren wurde für eine noch bessere Gefahrenvorsorge und Gefahrenversorgung ein kluges und tragfähiges Organisationskonzept erarbeitet. Jetzt sind wir dabei, die Vorgaben für Ausrüstung, Fahrzeuge und Gebäude sukzessive umzusetzen. Die Mitglieder- und Nachwuchsförderung für unsere Wehren zeigt erste Erfolge. Dennoch ist es mit Blick auf die Demografie und die veränderten Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt weiterhin unerlässlich, neue aktive Wehrleute zu gewinnen und für das Ehrenamt zu begeistern. Und damit sind wir bei der nächsten Herausforderung: Dem zunehmenden Auszubildenden- und Fachkräftemangel.
 

Arbeitsmarkt wird schwieriger

Abseits der Großstädte reicht es nicht aus, ein breites Angebot an attraktiven und wohnortnahen Arbeitsplätzen zur Verfügung zu haben, denn während manche Unternehmen noch keine Schwierigkeiten bei der Mitarbeitersuche haben, müssen andere bereits kreative Wege bei der Rekrutierung beschreiten. Und es gibt Unternehmen, die offene Stellen schon gar nicht mehr besetzt bekommen. Gleich zu Beginn des Jahres werden wir deshalb einen wichtigen Impuls setzen und mit einem LEADER-Projekt einen Strategieprozess zur bedarfsgerechten Arbeits- und Fachkräftesicherung anstoßen. Weil diese Aufgabe sich weder lokal noch im Alleingang nicht lösen lässt, sondern eine Herausforderung für unseren regionalen Wirtschaftsraum darstellt, ist dieser Prozess länderübergreifend als Kooperation zwischen unserer federführenden Lokalen Aktionsgruppe Lahn-Taunus und der LAG Limburg-Weilburg angelegt. Das ist ein ganz wesentlicher Beitrag zur Sicherung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, zur Erhaltung von Infrastruktur und zu einem aktiven sozialen und kulturellen Leben. Auch für uns als kommunaler Arbeitgeber wird das Gewinnen und Binden von Mitarbeitern eine immer größere Herausforderung: Wenn heute Arbeitgeber neue Mitarbeiter suchen müssen, die Arbeitnehmer sich jedoch mittlerweile ihren Arbeitgeber aussuchen können, dann müssen wir die Art und Weise, wie unsere Verwaltung als Arbeitgeber wahrgenommen wird, aktiv gestalten und eine stimmige Gesamtstrategie erarbeiten. Wir wollen es schaffen, uns von den Zentralen Diensten bis zum Bürgermeister als einheitliche Marke weiterzuentwickeln.
 

Neues Multifunktionsgebäude

Neben den Strategieprozessen wollen wir in diesem Jahr auch eine wichtige Infrastrukturmaßnahme voranbringen, und zwar die Planung eines barrierefreien multifunktionalen Gebäudes mit einem teilbaren Saal, mit Foyer, Teeküche, Technikraum und WC-Anlagen. Neben der verwaltungseigenen Nutzung als Sitzungssaal und Trauzimmer soll eine Nutzung des Solitärgebäudes auch durch Vereine, Organisationen, Initiativen und Verbände möglich sein – und das nicht nur während der Öffnungszeiten der Verwaltung. Auch die Stadt Diez hat bereits positive Signale für eine Mitnutzung des Multifunktionsgebäudes gezeigt und sich damit zu einer kommunalen Kooperation bekannt.
 

Und ganz persönlich

Ich wünsche mir, dass wir alle öffentlichen Belange wie Klimaschutz, Digitalisierung oder Hausarztversorgung auf dem uns vorgegebenen Fundament organisieren und mit ganzer Kraft nach den Lösungen suchen, die am besten für unsere Verbandsgemeinde sind. Darüber hinaus wünsche ich mir einen stets respektvollen Umgang miteinander, mehr Menschlichkeit und etwas mehr Zeit für Familie und Freunde.

 
 

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