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Tagebuch

Sonntag, 25. Juli 2021
Während ich gestern fast sieben Stunden in meinem Arbeitszimmer am Schreibtisch gesessen habe, bereite ich heute lediglich Termine der vergangenen Woche nach und informiere die Fachbereichsleitungen unserer Verwaltung über die nächsten Schritte der Hilfe und Unterstützung für die von der Überschwemmungskatastrophe betroffene Verbandsgemeinde Adenau. Last not least bereite ich als Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe Lahn-Taunus ein Statement für einen Termin mit Frau Ministerin Daniela Schmitt in der kommenden Woche vor. Den restlichen Sonntag verbringe ich gemeinsam mit meiner Frau und unseren Hunden ganz privat.
Nach vielen Wochen ohne laborbestätigte Neuinfektion sind in der Verbandsgemeinde Diez in den vergangenen Tagen mehrere Corona-Neuinfektionen registriert worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist heute auf 23,8 gestiegen. Zurzeit sind sieben Menschen dem Virus infiziert; 963 gelten nach einer Infektion als genesen. Seit Beginn der Pandemie sind in unserer Verbandsgemeinde leider 21 Menschen im Zusammenhang mit einer Infektion gestorben. Im Rhein-Lahn-Kreis ist die Sieben-Tage-Inzidenz von gestern auf heute leicht auf 13,9 gestiegen. In Rheinland-Pfalz liegt die Inzidenz heute bei 16,3, während sie gestern noch bei 15,4 gelegen hatte. Ich denke, dass die Entwicklung zurzeit keinen Anlass zur Sorge gibt. Auch wenn die Zahlen steigen, so bewegen sie sich insgesamt auf niedrigem Niveau. Allerdings sollte uns die steigende Inzidenz sensibilisieren, dass wir nicht nachlassen, achtsam und sorgsam zu sein.

Samstag, 24. Juli 2021
Nachdem ich gemeinsam mit meiner Frau die Wocheneinkäufe erledigt und anschließend zweieinhalb Stunden im Garten gearbeitet habe, setze ich mich am späten Vormittag an mein Tablet und mache dort weiter, wo ich meine Arbeit gestern Abend unterbrochen hatte. Anders als gestern mache ich heute bereits um 18 Uhr Schluss, denn ich hatte meiner Frau versprochen, dass wir heute gemeinsam kochen. Und so verbringen wir den Abend in der Küche – beim Zubereiten und anschließenden Essen ist es möglich, die Seele einfach mal baumeln lassen.

Freitag, 23. Juli 2021
Freitag. Ausgeschlafen zu sein, fühlt sich anders an. um kurz nach zwei bin ich wach und kann nicht mehr einschlafen. Und deshalb setze ich mich gegen halb vier daheim in meinem Arbeitszimmer und beginne am Tablet das abzuarbeiten, was auf meiner To-Do-Liste für heute steht. Knapp vier Stunden später bin ich in der Verwaltung. Auch heute stehen wieder eine Vielzahl an Themen und Aufgaben an, die ich in verwaltungsinternen Gesprächen, Rücksprächen und Telefonaten sowie in einem Informationsaustausch mit der hauptamtlichen Beigeordneten bespreche. Darüber hinaus nehme ich an einer Videokonferenz mit der Verbandsgemeinde Adenau teil, habe jede Menge Akten zu studieren und die für einen Freitag typischen Aufgaben eines Verwaltungschefs zu erledigen. Am frühen Nachmittag verlasse ich die Verwaltung mit zahlreichen Akten und Vorgängen unter dem Arm, um diese im Anschluss an einen Vor-Ort-Termin an einem Brückenbauwerk in der Stadt Diez am heimischen Schreibtisch bearbeiten. Die Zustandserfassung und -bewertung von Ingenieurbauwerken, das kurz vor dem Abschluss stehende Vergabeverfahren für die Luftreinigungsgeräte für unsere vier Grundschulen und die Projektskizze für ein  Hochbaumaßnahme beschäftigen mich bis in den frühen Abend hinein. Gegen 21 Uhr lese ich eine letzte Nachricht und schalte danach das Tablet aus. Nicht alles, was ich vor dem Wochenende erledigen wollte, habe ich geschafft – das werde ich nun doch morgen oder am Sonntag tun müssen.

Donnerstag, 22. Juli 2021
Donnerstag. Ein langer und sehr intensiver Arbeitstag mit einer Vielzahl an kleinen und großen Gesprächsrunden, Telefonaten und Videokonferenzen. Dabei stehen auch und besonders digitale Tafeln und Zubehör für die Schulen, die Hilfepatenschaft mit der Verbandsgemeinde Adenau, das Projekt Fachberatung Wohnraumsicherung, der Infektionsschutz, die Bauwerksprüfung sowie die Nachfolge im Schiedsamtsbezirk für die Gemeinden Altendiez, Aull, Birlenbach, Eppenrod, Gückingen, Hambach, Heistenbach und Holzheim im Mittelpunkt.
Ich freue mich sehr darüber, dass die kommunale Familie aus Rhein-Lahn-Kreis, allen Verbandsgemeinden und der Stadt Lahnstein eine Hilfepartnerschaft mit der Verbandsgemeinde Adenau gründet. Angesichts der Lage und den logistischen Herausforderungen in den von der Unwetter-Katastrophe betroffenen Gebieten können wir erforderliche Hilfe und Unterstützung damit gebündelt und zielgerichtet in einer transparenten Struktur leisten.

Mittwoch, 21. Juli 2021
Wie jeden Tag beginne ich auch den heutigen Mittwoch vor sechs Uhr daheim an meinem Schreibtisch. Eineinhalb Stunden später erledige ich in der Louise-Seher-Straße administrative Aufgaben, bevor es ab 8 Uhr mit Gesprächen, Meetings und Telefonaten zu einer breiten Palette in meinem Dezernat angesiedelter Aufgaben und Projekte weitergeht. Zudem findet heute die wöchentliche Videokonferenz mit dem Landrat und den Bürgermeisterkollegen der Verbandsgemeinden und der Stadt Lahnstein statt. Neben den zahlreichen Facetten des Themas Corona beraten wir auch über die eine gebündelte und zielgerichtete Unterstützung der Flut- und Überschwemmungsgebiete im nördlichen Rheinland-Pfalz. Die Stadt Lahnstein und die Verbandsgemeinden im Rhein-Lahn-Kreis favorisieren eine Hilfepatenschaft mit einer betroffenen Verbandsgemeinde. Das wollen und werden wir im Laufe des Tages initiieren.

Dienstag, 20. Juli 2021
Dienstag. Nach knapp zwei Stunden, die ich zuhause am Schreibtisch arbeite, geht es ab 8 Uhr in der Verwaltung mit Jours fixes, Gesprächstermine, Rücksprachen und einer Telefonkonferenz mit unserem kommunalen Spitzenverband weiter – Schlag auf Schlag folgt ein Termin dem nächsten. Der komplette Nachmittag steht dann im Zeichen der Abschlusspräsentation des Breitband-Masterplans für die Verbandsgemeinden Aar-Einrich und Diez, die das Planungs- und Beratungsunternehmen IK-T uns im Sitzungssaal für die beiden Verbandsgemeinden vorstellt. Zurück in meinem Büro erledige zunächst noch administrative Aufgaben, bevor ich die Ruhe in der nahezu menschenleeren Verwaltung nutze, um das zu erledigen, was in der Hektik des Vormittags liegen bleiben musste. Im Anschluss und gleichzeitig zum Abschluss meines Arbeitstages nehme ich an einer Projektvorstellung im Format einer Videokonferenz teil.

Montag, 19. Juli 2021
Montag. Ich bin sehr früh auf den Beinen und beginne die neue Arbeitswoche um halb sechs daheim an meinem Schreibtisch. Rund eineinhalb Stunden später mache ich mich auf den Weg in die Louise-Seher-Straße. Infrastrukturprojekte, Sportstättenentwicklung, Digitale Tafeln, Luftreinigungsgeräte, der Verfahrensstand beim Vorhaben der Amprion GmbH, eine Höchstspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitung zu errichten, Bildungspark GmbH Spendenkonto für die Betroffenen der Flut- und Überschwemmungskatastrophe – mit diesen Themen und Inhalte habe ich mich heute zu beschäftigen. Darüber hinaus nehme ich mit der Ersten Beigeordneten an einer Videokonferenz mit einer Rechtsanwaltskanzlei teil, führe zahlreiche Telefonate und habe jede Menge Akten zu studieren.
Angesichts der dramatischen Situation in den Flut- und Überschwemmungsgebieten im Norden von Rheinland-Pfalz und im südlichen Nordrhein-Westfalen und seit dem Wochenende auch in Bayern und Sachsen stelle ich mir immer wieder die Frage, ob das von mir in der Verbandsgemeinde angestoßene Projekt Starkregen- und Hochwasservorsorge beitragen kann, schwere Schäden durch Starkregenereignisse und Hochwasser zu vermeiden. Ziel des Projektes ist, in einem partizipativen Prozess, bei dem neben den politischen Entscheidungsträgern in den Gemeinden und einer sachverständigen Begleitung auch die örtlichen Feuerwehren, das Technische Hilfswerk, die kommunalen Förster, Energieversorgungsunternehmen, die Fachbehörden der Kreisverwaltung, die Verbandsgemeindewerke und die Verwaltung und die Bürgerinnen und Bürger einbezogen sind, nachhaltige Strategien zu entwickeln. Natürlich muss uns bei allen Anstrengungen klar sein, dass es einen absoluten Schutz vor Naturereignissen nicht geben kann. Und der Klimawandel, den sicherlich niemand mehr verleugnen kann, wird in Zukunft noch häufiger extreme Wetterereignisse bringen. #starkgegenstarkregen

Sonntag, 18. Juli 2021
Die Flut- und Überschwemmungskatastrophe wird Narben hinterlassen. Die Ausmaße durch die Zerstörung werden mit dem Abfließen der Wassermengen immer deutlicher sichtbar. Viel Zeit, Geld und Unterstützung werden erforderlich sein, um Wohnhäuser und Infrastruktur wiederaufzubauen. Und doch wird nichts mehr sein, wie es war. Schlimmer wiegen allerdings die Narben an Körper und Seele der betroffenen Menschen, denn diese vergehen nicht. Meine Gedanken sind ganz fest bei den Menschen, die den Verlust eines Menschen betrauern oder die ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben. Und ich denke an die vielen Helferinnen und Helfern, die nicht nur körperlich, sondern auch seelisch an die Grenzen ihrer Belastung stoßen. #KatastrophenhilfeHochwasser #Zusammenstehen

Montag, 19. Juli bis Sonntag, 25. Juli 2021

Montag, 12. Juli bis Sonntag, 18. Juli 2021

Montag, 05. Juli bis Sonntag, 11. Juli 2021

Montag, 28. Juni bis Sonntag, 04. Juli 2021

Juli 2014 bis Juni 2021

 

 
 

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