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18.11.2019 in Kommunales

Fünf Persönlichkeiten aus dem Rhein-Lahn-Kreis mit der Ehrennadel des Landes ausgezeichnet

 

Fünf Bürger aus dem Rhein-Lahn-Kreis erhielten jetzt die von der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer verliehene Ehrennadel des Landes für ihr außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement:

Achim Hopfenmüller (Arzbach), Dietmar Meffert (Diez), Hermann Bubinger (Nassau), Dr. Michael Monet (Scheidt) und Waldemar Winkler (Oberneisen).

Bei der Feierstunde im Kreishaus des Rhein-Lahn-Kreises überreichten Innenminister Roger Lewentz und Landrat Frank Puchtler gemeinsam die Ehrennadel samt Urkunde. Mit dabei waren auch Familienangehörige, die Vertreter der lokalen Politik sowie langjährige Wegbegleiter der Geehrten. 

Minister Lewentz dankte den Geehrten, aber auch den Angehörigen für das oftmals jahrzehntelange  Engagement. Auch seien die verschiedenen Tätigkeiten der Geehrten – von der Politik bis zur Feuerwehr, von der AWO bis zur europäischen Verständigung – auf eindrucksvolle Weise Ausdruck des vielfältigen Ehrenamtes in Rheinland-Pfalz. Lewentz ergänzte: „Rheinland-Pfalz hat die höchste Ehrenamtsquote bundesweit. Rund die Hälfte aller Bürgerinnen und Bürger engagiert sich.“ 

Achim Hopfenmüller hat sich in zahlreichen Bereichen dem Ehrenamt verschreiben. Seit Jahr-zehnten engagiert er sich bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und ist seit 1996 einer der Hauptakteure des dreiwöchigen Ferienlagers der AWO Bad Ems. Hopfenmüller ist Vorsitzender der rund 250 Mitglieder der AWO Bad Ems und ist in diesem Bereich auch auf Kreis- und Bezirksebene aktiv. In der evangelischen Erlösergemeinde Neuhäusel arbeitet er ebenfalls im Vorstand mit und bringt sich in seinem Heimatort Arzbach im Gemeinderat ein.  

Dietmar Meffert kann inzwischen auf fast ein halbes Jahrhundert Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr Freiendiez zurückblicken. Über die Jahre hinweg hat sich Meffert kontinuierlich weiter qualifiziert. Von 1980 bis 2000 war er Wehrführer. In dieser Zeit hatte er den Vorsitz im Kreisfeuerwehrverband Rhein-Lahn inne und war Sprecher des Regierungsbezirks Koblenz im Landesfeuerwehrverband. Der Aufbau der partnerschaftlichen Beziehungen zum Landesfeuerwehrverband Burgenland und zur Feuerwehr Bad Düben sind seinem Einsatz zu verdanken. Daneben engagiert sich Meffert kommunalpolitisch seit 1994 als Ratsmitglied der Stadt Diez und der Verbandsgemeinde Diez. 2009 wurde er auch in den Kreistag des Rhein-Lahn-Kreises gewählt. 2018 übernahm Meffert den Vorsitz des AWO Ortsvereins Diez.

Hermann Bubinger leistet mit seinem Einsatz seit 2005 einen maßgeblichen Beitrag zum kulturellen Leben in Nassau. Mit der Veranstaltungsreihe „aktiv unplugged“ bietet er Nachwuchskünstlern aus der Region eine Bühne, um sich und ihre Musik einem größeren Publikum vorzustellen. Seine Idee ist mittlerweile fester Bestandteil des jährlichen Kulturprogramms in Nassau. Daneben setzte er sich als Klassenelternsprecher und Schulelternsprecher ein. 1999 bis 2009 war Bubinger im Werksausschuss der Verbandsgemeinde Nassau und von 2009 bis 2016 im Stadtrat der Stadt Nassau kommunalpolitisch engagiert. Seit 2016 ist er Vorsitzender des Vereins KulturWerk Nassau e.V. 

Dr. Michael Monet hat sich der europäischen Idee verschrieben. Seit vielen Jahren engagiert er sich in der Europa-Union Rheinland-Pfalz. Insbesondere die junge Generation liegt ihm dabei am Herzen. So organisiert er den jährlichen Schülerwettbewerb der Europa-Union. Monet gehörte von 1999 bis 2010 dem Verbandsgemeinderat Diez an und stand in dieser Zeit auch als Fraktionsvorsitzender der Gemeinderatsfraktion vor. 

Der europäische Gedanke prägt auch Waldemar Winklers Engagement. In der Europa-Union arbeitet er seit vielen Jahren aktiv im Vorstand mit. Winkler war von 1979 bis 1994 im Verbandsgemeinderat, unter anderem im Schulträgerausschuss, tätig. Seit 1982 arbeitet er im Vorstand des Freundeskreises der Grundschule Hahnstätten e.V. und organisiert die Atrium Konzerte. Seit Anfang der 70er Jahre geht Winkler als Mitglied im Oberneisener Automobil Sport Club (OASC) seiner großen Leidenschaft für Fahrzeuge nach. Hier leitete er lange Zeit Geschicklichkeitsturniere und betreut die Fahrradturniere für Kinder.  

„Das Ehrenamt ist so facettenreich, wie die Menschen, die es ausüben. Diese Menschen sind in jeder Hinsicht Vorbilder für uns alle. Sie zeigen uns, dass es sich lohnt, uneigennützig Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen und so zu einer funktionierenden Gesellschaft beizutragen“, sagte Lewentz.   Die Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz wird von der Ministerpräsidentin für eine mindestens zwölfjährige ehrenamtliche Tätigkeit im kommunalen, sozialen, wissenschaftlichen oder wirtschaftlichen Bereich, in Vereinigungen mit sozialen oder kulturellen Zwecken oder für vergleichbare Tätigkeiten verliehen. 

Das Bild zeigt die Geehrten gemeinsam mit Landrat Puchtler und Minister Lewentz sowie zahlreichen Angehörigen, heimischen Politikern und Wegbegleitern.

 

27.10.2019 in Kommunales

Henry rettet den Regenwald

 

Grundschüler aller Klassen der Karl-von-Ibell-Schule, zusammen etwa 300 Mädchen und Jungen, waren am 24. Oktober 2019 in der Turnhalle hörten mit Spannung, was Klaus Over über seine Hilfsaktion "Henry rettet den Regenwald" zu berichten hatte: Overs Sohn Benni leidet an Muskelschwund und ist seit seinem zehnten Lebensjahr auf einen Rollstuhl angewiesen. Gemeinsam mit seinem Vater hält Benni Vorträge in Schulen, um schon Kinder und Jugendliche für ihre Verantwortung für die Natur zu sensibilisieren.

Im Jahr 2014 besuchte Benni den Berliner Zoo und begegnete dort dem Orang-Utan Bulan. Dieses Aufeinandertreffen war für Benni ein Schlüsselerlebnis, er begann über die Orang-Utans zu recherchieren und sammelte eine Menge Informationen über deren akut bedrohten und zusehends schwindenden Lebensraum in Indonesien, der nicht nur Lebensraum für die Menschenaffen, sondern zugleich wichtiger Teil des weltweiten Ökosystems ist.  Durch seine Krankheit und Handicaps lässt sich Benni nicht aufhalten. Gemeinsam mit seinem Vater hält er Vorträge in Schulen, um schon Kinder und Jugendliche für ihre Verantwortung für die Natur zu sensibilisieren.

In der Ibellschule kann Benni wegen einer Infektion nicht selbst dabei sein. Doch die frei erfundene Geschichte mit realen Hintergründen um den jungen Orang-Utan Henry, der mutig in die Welt aufbricht, um die Menschen zu bewegen, die Abholzung des Regenwaldes zu stoppen, trifft bei den Schülerinnen und Schülern auf offene Ohren. 

Zunächst in einem Bilderbuch verarbeitet, wurde die Erzählung durch den Borneo Orangutan Survival Deutschland e.V. (BOS) auch als kurzer Zeichentrickfilm umgesetzt; diesen Film stellte Klaus Over den Kindern der Ibell-Schule vor, die von ihren Lehrern begleitet wurden. „Der Regenwald wird gerodet, damit Plantagen für Palmöl angelegt werden können“, erläuterte Klaus Over. Palmöl findet sich in zahlreichen Produkten, ist aber häufig ersetz- und damit verzichtbar.  Benni hat seit 2016 ein Orang-Utan-Patenkind, das tatsächlich Henry heißt. Auch Henry hat bei Rodungsarbeiten seine Mutter verloren.

Mit der Aktion "Henry rettet den Regenwald" wollen Benni und sein Vater Klaus die Menschen dazu bringen, die Abholzung zu stoppen.  „Henry rettet den Regenwald“ als Hilfsorganisation hat zum Ziel, gerodete Flächen wieder aufzuforsten und Orang-Utan-Babys, deren Mütter von Jägern getötet wurden, aufzupäppeln und aufzuziehen, bis sie in geschützten Gebieten wieder ausgewildert werden können.  

Die Begeisterung der Schülerinnen und Schüler war jedenfalls groß und vielleicht wird sich die eine oder andere Familie für das von Benni unterstützte Wiederaufforstungsprojekt in Indonesien engagieren, mit dem für einen neuen Lebensraum gesorgt werden soll.

Video: Bennis Reise zu den Orang-Utans (*mp4)

Weitere Informationen: https://henry-rettet-den-regenwald.de

 

05.09.2019 in Kommunales

Rechnungshof RP legt Kommunalbericht 2019 vor

 

Laut dem aktuellen Kommunalbericht des Rechnungshofs RP erzielten die Kommunen 2018 einen kameralen Finanzierungssaldo in Höhe von 441 Mio. €. Trotzdem sind nunmehr fast 40 % der kommunalen Haushalte defizitär (950 Kommunen). Es fehlt das Geld, um wichtige Aufgaben der Daseinsvorsorge zu finanzieren und zukünftige Herausforderungen wie dem Klimawandel begegnen zu können.

Es darf nicht sein, dass die Qualität des öffentlichen Nahverkehrs, die Frage, wie viele Spielplätze es gibt oder ob das Schwimmbad geöffnet ist, davon abhängt, ob man in einer armen oder reichen Kommune lebt. Ursächlich für die Finanzmisere ist u.a., dass Mittel aus dem kommunalen Budget für Aufgaben des Landes, wie die Finanzierung der Personalkostenanteile der KITAS, entnommen werden. Die Schere zwischen Kommunen mit guter und schlechter Finanzlage geht immer weiter auseinander.

Der GStB erwartet ein wirksames Entschuldungsprogramm vom Land, um die kommunale Finanzausstattung auf solide Beine zu stellen.

 

19.08.2019 in Kommunales

Hausärzte gesucht! - Rhein-Lahn Ärzte-Stipendium

 

Der Rhein-Lahn-Kreis möchte angehende Ärzte (m/w/d) fördern und bietet ein Stipendium für die Fortführung deines Studiums der Humanmedizin an.

 

Das Stipendium

  • richtet sich an Studierende der Humanmedizin nach Abschluss der ersten Ärztlichen Prüfung
  • wird mit 500,- Euro mtl. gefördert

Weitere Informationen: https://www.rhein-lahn-kreis.de/rhein-lahn-kreis/stipendium/

Informationsbroschüre (*.pdf): https://www.rhein-lahn-kreis.de/rhein-lahn-kreis/stipendium/flyer-rhein-lahn-aerzte-stipendium.pdf?cid=4f4

Bewerbungen bitte per E-Mail an benjamin.braun@rhein-lahn.rlp.de
oder per Post an die
Kreisverwaltung des Rhein-Lahn-Kreises
- Stichwort: Ärzte-Stipendium -
Insel Silberau 1
56129 Bad Ems

 

11.07.2019 in Kommunales

Sommerferienbetreuung 2019 in der Verbandsgemeinde Diez

 

Die Verbandsgemeinde Diez hat in diesem Jahr bereits zum neunten Mal eine Ferienbetreuung in den beiden ersten Wochen der Sommerferien für Grundschüler (Erst- bis Viertklässler) angeboten.

Rund 40 Kinder aus dem gesamten Einzugsbereich der Verbandsgemeinde wurden durch sechs Fachkräfte umfassend betreut, und mit einem sehr abwechslungsreichen Programm wurde den Kindern diesmal ein besonders kurzweiliger Start in die Ferien geboten. Töpfern, Aikido, Besuch von Schloss Oranienstein, der katholischen und der Stiftskirche sowie der Diezer Altstadt, und zwischendurch immer wieder Toben und Spielen - in jedem Falle Spaß-Haben: die diesjährige Sommerferienbetreuung kam bei allen Kindern sehr gut an.

Gaby Schröder (im Bild stehend links) und ihrem Team aus ehrenamtlichen Kräften sprach Bürgermeister Schnatz seinen herzlichen Dank aus und würdigte dabei auch und besonders das Engagement von Gisela Diebold (2. v.l.), die bereits seit dem ersten Betreuungsjahr 2011 stets mit viel Organisationsgeschick und reichlich Tatkraft mitwirkt, und außerdem Isolde Wengenroth (3. v.l.), die in der Verwaltung die Koordination des gesamten Betreuungsablaufs organisiert.

Vielen Dank dafür!

Am vorletzten Tag der Freizeit besuchten die Kinder die AWO-Seniorenresidenz in Diez. "Nicht jedes Kind hat Großeltern oder sieht die eigenen oft genug. Dabei ist eine Begegnung zwischen den Generationen nicht nur für alte Menschen, sondern auch für Kinder sehr wichtig - sie bereichert nicht nur den Schul- bzw. Einrichtungsalltag, sondern führt auch zu einem neuen gegenseitigen Verständnis", so Bürgermeister Michael Schnatz. "Ich freue mich sehr darüber, dass die Sommerferienbetreuung nach neun Jahren erstmals hier in der Seniorenresidenz zu Gast sein kann und wir die Begegnung und den Austausch zwischen Jung und Alt unterstützen."

Ein herzliches Dankeschön für die Möglichkeit dieser Begegnung galt auch Katharina Neumann und Volker Hermanns von der AWO Seniorenresidenz.

Viele der älteren Menschen haben sich neben dem Besuch der Kinder auch über die Gelegenheit gefreut und es als schön und sympathisch empfunden, "dass der Bürgermeister selbst Süßigkeiten verteilt und sich die Zeit für ein Gespräch mit uns nimmt".

Auch im nächsten Jahr soll wieder ein zweiwöchiges Freizeitprogramm für die ersten beiden Sommerferienwochen entstehen. Angebote von Vereinen sowie von privaten Institutionen oder auch Bürgern zur Bereicherung des Freizeitprogramms nimmt die Verwaltung bereits jetzt sehr gerne entgegen - bitte wenden Sie sich hierzu, aber auch bei allen sonstigen Fragen und Anregungen, an die Verbandsgemeindeverwaltung - Frau Isolde Wengenroth (Schulamt), Telefon 06432/501-213, E-Mail i.wengenroth@vgdiez.de

 

25.06.2019 in Kommunales

Ein herzliches Dankeschön...

 

.. sage ich allen ehrenamtlichen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern in der Verbandsgemeinde Diez und den vielen Verwaltungsmitarbeiterinnen und Verwaltungsmitarbeitern für ihren Einsatz bei der Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Wahlen. 

Dass wir alle unser demokratisches Grundrecht auf allgemeine, freie und geheime  Wahlen ausüben konnten und in unserer Verbandsgemeinde die Europa- und die Kommunalwahlen einschließlich der Bürgermeister-Stichwahl in Altendiez so zügig und reibungslos ablaufen konnten, ist ein Verdienst der vielen Wahlhelfer, die einmal mehr in  bewährter Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Wahlbüros ihre Aufgaben in gewohnt zuverlässiger Weise erfüllt haben.   Ausdrücklich möchte ich mich daher bei allen, die uns bereits seit vielen Jahren unterstützen oder sich zum ersten Mal bereit erklärt haben, in einem Wahlvorstand mitzuarbeiten, sehr herzlich für ihren verlässlichen Einsatz und ihr hohes  Engagement bedanken.

 

21.06.2019 in Kommunales

36 Jahre langen Atem für Diakonie bewiesen

 

Ulrike Bittner-Pommerenke in Diez-Freiendiez als Leiterin des Diakonischen Werks Rhein-Lahn in Ruhestand verabschiedet

Mit einem Gottesdienst und höchsten diakonischen Ehren ist die Leiterin des Diakonischen Werkes (DW) Rhein-Lahn, Ulrike Bittner-Pommerenke, in den Ruhestand verabschiedet worden. In der evangelischen Jakobuskirche Diez-Freiendiez zeichnete sie der Vorstand der Diakonie für Hessen und Nassau Wilfried Knapp mit dem Kronenkreuz der Diakonie  in Gold aus. Gleichzeitig wurden Burkhard Struth als neuer Leiter des regionalen Werks und Heinz Wolff als dessen Stellvertreter ins Amt eingeführt.

„Wir möchten ihnen herzlich danken“, sagte Knapp in dem von Pfarrer Christian Dolke, stellvertretender Dekan des Dekanats Nassauer Land, geleiteten Abschiedsgottesdienst. Als Sozialarbeiterin begann Bittner-Pommerenke 1983 in der damals neu errichteten Außenstelle des Diakonischen Werks Rhein-Lahn in Diez. Eigentlich wollte sie Konferenz-Dolmetscherin werden. Bereut hat sie ihren Berufsweg nicht. Von Beginn an war ihr die Zusammenarbeit mit Kirchengemeinden, Vertretern von Kommunen, freien Verbänden und allen in den Gemeinden bestehenden Gruppen und Einzelpersonen, die Sozialarbeit leisten, wichtig.

Die Diplom-Sozialpädagogin war schon damals in sämtlichen diakonischen Hilfsangeboten engagiert: von der allgemeinen Lebensberatung über Hilfen für Familien in finanziellen Notlagen über den Aufbau ehrenamtlicher Helfergruppen bis hin zur Beratung von Asylbewerbern, die Anfang der 1990-er Jahre nach Deutschland und in den Rhein-Lahn-Kreis strömten. 1991 übernahm sie die Leitung des Diakonischen Werkes Rhein-Lahn. Knapp würdigte ihr großes Engagement, das Zusammenhalten des Werkes in schwierigen Zeiten und ihre Kontinuität trotz eigener Schicksalsschläge und überreichte ihr als Anerkennung auch im Namen der Diakonie Deutschland das Kronenkreuz der Diakonie in Gold.

In der Jakobuskirche, wo die künftige Pensionärin getauft und konfirmiert wurde, tue es gut, Verantwortung abzugeben, sagte Dolke und betonte Pommerenkes großes Engagement, Anderen zu dienen, sich für Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Frieden einzusetzen. „Genau mit dem, was du tust, stehst du auf Gottes Seite“, so der Theologe; dies auch dann, „wenn der Junkie wieder drückt, staatliche Regeln die Hilfe erschweren oder das Internet die Arbeit mit Hasskommentaren quittiert“.

Während eines Empfangs im Gemeindehaus nutzten zahlreiche Gäste die Gelegenheit, Bittner-Pommerenkes Wirken für die Hilfsbedürftigen in der Region und für ihre Mitarbeitenden zu würdigen. Das Lied „Wo ein Mensch den andern sieht“ sei wie auf Pommerenke getextet, so der Landrat des Rhein-Lahn-Kreises Frank Puchtler, der auch im Namen der anwesenden Verbandsgemeinde-Bürgermeister Volker Satony (Hahnstätten), Michael Schnatz (Diez), Jens Güllering (Nastätten) und des Beigeordneten Hans-Josef Kring (Loreley) dankte und Bittner-Pommerenke höchsten Respekt aussprach, auch für ihr Wirken als stellvertretende Vorsitzende im Jugendhilfeausschuss des Kreises. Es brauche nicht nur monetärer und fachlicher Unterstützung für Menschen in Not (allein etwa zehn Prozent der Menschen im Kreis hätten finanzielle Probleme) – es brauche Menschen wie Pommerenke, die Diakonie auch leben, sagte Puchtler. „Sie sind zu einer Mutter der Herzen geworden.“

„Sie waren wie Churchill, der meinte, wenn wir kein Geld haben, denken wir darüber nach, wo wir es herbekommen“, sagte Staatsminister a. D. Karl Peter Bruch. Nachhaltige Solidarität, das Bohren dicker Bretter, habe er von Bittner-Pommerenke gelernt. „Wir schätzen ihre Arbeit, aber auch die Person“, so der ehemalige Vorsitzende der Mitgliederversammlung des Diakonischen Werkes. Einen „langen Atem der Leidenschaft“ bestätigte Landespfarrer Albrecht Bähr, Geschäftsführer der AG Diakonie in Rheinland-Pfalz, der scheidenden DW-Leiterin. Sie habe Menschen fühlen lassen, dass sie geachtet werden, so der Theologe. Sie sei nicht der „Typ diplomatisch“; weit entfernt von Floskeln und Schauspielerei habe sie vielmehr parteiisch und klar, manchmal mit einem Hauch von Ironie, den Schwachen eine Stimme gegeben.

 

Tafeln und Schuldnerberatung seien nur wenige Beispiele dafür, wie die scheidende DW-Leiterin „Abgehängten der Gesellschaft“ eine Perspektive gegeben habe, dankte der stellvertretende Vorsitzende der Synode des Dekanats Nassauer Land Ulrich Werner für ihr Wirken. Die Last des Berufs dürfe sie jetzt abgeben, „die Freude dürfen sie in den Ruhestand mitnehmen“. Die offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit wie in der Schwangerschaftsberatung, der Anschaffungspauschale für Hartz-IV-Empfänger oder bei Flüchtlingsverfahren lobte Frank Keßler-Weiß, Direktor des Caritasverbandes Westerwald/Rhein-Lahn, das konkurrenzfreie Denken und Handeln zwischen der evangelischen und der katholischen Wohlfahrtsorganisation.

Eine einende Integrationsfigur, „die Mutter, die First Lady der Diakonie Rhein-Lahn, tritt heute von der Diakonie-Bühne ab“, sagte Wilfried Kehr für die Sprechergruppe der regionalen DW-Leitungen. Stets habe sie die rheinland-pfälzische Fahne hochgehalten. Unzählige Stunden habe er mit Bittner-Pommerenke zu Sitzungen im Auto verbracht und stets habe sie ihre Mitarbeitenden gelobt. Stellvertretend dankten Marion Moll, Nicole Kritsch-Held und Susanne Patzig ihrer scheidenden Chefin mit einem Gedicht, Blumen und guten Wünschen.

Wer sie kenne, wisse, wie sehr sie „solche Veranstaltungen mag“, sagte Bittner-Pommerenke mit ironischem Zungenschlag. Klar und deutlich verschwieg sie nicht ihren Frust, wenn etwa die Resonanz der Kirchengemeinden auf die jährlichen Diakoniesammlungen verhalten ausfiel. Dass diakonisches Handeln die Welt verändern kann, wie sie es bei ihrer Berufswahl glaubte, darauf hofft sie gleichwohl auch heute noch, wie sie in ihrem Dank an die Laudatoren sagte, „wenn man die Ärmel hochkrempelt und macht“. Zumindest träume sie davon.

 

 

02.05.2019 in Kommunales

Neuer Premiumwanderweg in der VG Diez: Die Küppeltour

 

Offizielle Eröffnung am 1. Mai 2019: Die "Küppeltour", der neue und rund 17 Kilometer lange Premiumwanderweg, der das Wandersiegel in der Kategorie „Rundwanderweg“ erhalten hat, wurde am 1. Mai 2019 bei bestem Wanderwetter durch Bürgermeister Michael Schnatz feierlich eröffnet.

 

Weitere Informationen zur Küppeltour

 

26.02.2019 in Kommunales

Broschüre "Von Senioren - für Senioren" neu aufgelegt

 

Seit dem Jahr 2012 stellt die Verbandsgemeinde Diez in der Broschüre „Von Senioren – für Senioren“ zahlreiche Angebote speziell für die Generation 55plus zusammen. Von Terminen und Aktionen über Hinweise und Hilfsdienste finden sich im Heft spezielle auf die Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmte Angebote, sortiert nach den Ortsgemeinden.

„Informationen – von Senioren – für Senioren“ ist wieder mit einer Auflage von rund 1.000 Exemplaren im Selbstdruck durch die Verwaltung entstanden.

„Unsere informative Broschüre ist mittlerweile eine feste Größe der Seniorenarbeit und wird von der Zielgruppe – auch über die Grenzen der Verbandsgemeinde Diez hinaus – sehr gerne angenommen“, so Bürgermeister Michael Schnatz. Neben einer Zusammenfassung aller aktuellen Termine des Jahres 2019 für Seniorinnen und Senioren in der Stadt Diez und den 22 Ortsgemeinden bietet das Heft zugleich auch eine Auflistung wichtiger Ansprechpartner und Institutionen in der Region, die etwa im Pflegefall zur Seite stehen. Auch die Nachbarschaftshilfe Esterau mit ihren besonderen Hilfsangeboten ist natürlich enthalten.

Ab sofort ist das Heft in den Rathäusern der Stadt Diez und der 22 Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde, in zahlreichen Geschäften und Apotheken in der Stadt Diez sowie in der Sozialverwaltung und im Bürgerbüro der Verbandsgemeinde kostenfrei erhältlich. Auf der Homepage www.vgdiez.de steht die Broschüre auch als Download zur Verfügung. Gerne sendet die Verwaltung natürlich auch ein Exemplar kostenfrei per Post zu. Kontakt: Verbandsgemeinde Diez - Sozialverwaltung - Herr Torsten Loosen, Louise- Seher-Straße 1, 65582 Diez, Telefon 0 64 32 / 501-236, E-Mail t.loosen@vgdiez.de

 

08.01.2019 in Kommunales

Interview mit Bürgermeister Michael Schnatz

 

Erwartungen an und Ausblick auf das Jahr 2019

 

Service, Stabilität und Sicherheit

Auch im neuen Jahr sind Service, Stabilität und Sicherheit wesentliche Aufgabenstellungen für die Verbandsgemeinde Diez. Für die Kunden des Eigenbetriebs Verbandsgemeindewerke bleibt der Wasserpreis im sechsten Jahr unverändert und die Abwassergebühr sinkt sogar um 2 Cent pro Kubikmeter. Das Sicherstellen der Tageseinsatzbereitschaft unserer Feuerwehren ist eine Daueraufgabe. Gemeinsam mit den Wehren wurde für eine noch bessere Gefahrenvorsorge und Gefahrenversorgung ein kluges und tragfähiges Organisationskonzept erarbeitet. Jetzt sind wir dabei, die Vorgaben für Ausrüstung, Fahrzeuge und Gebäude sukzessive umzusetzen. Die Mitglieder- und Nachwuchsförderung für unsere Wehren zeigt erste Erfolge. Dennoch ist es mit Blick auf die Demografie und die veränderten Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt weiterhin unerlässlich, neue aktive Wehrleute zu gewinnen und für das Ehrenamt zu begeistern. Und damit sind wir bei der nächsten Herausforderung: Dem zunehmenden Auszubildenden- und Fachkräftemangel.
 

Arbeitsmarkt wird schwieriger

Abseits der Großstädte reicht es nicht aus, ein breites Angebot an attraktiven und wohnortnahen Arbeitsplätzen zur Verfügung zu haben, denn während manche Unternehmen noch keine Schwierigkeiten bei der Mitarbeitersuche haben, müssen andere bereits kreative Wege bei der Rekrutierung beschreiten. Und es gibt Unternehmen, die offene Stellen schon gar nicht mehr besetzt bekommen. Gleich zu Beginn des Jahres werden wir deshalb einen wichtigen Impuls setzen und mit einem LEADER-Projekt einen Strategieprozess zur bedarfsgerechten Arbeits- und Fachkräftesicherung anstoßen. Weil diese Aufgabe sich weder lokal noch im Alleingang nicht lösen lässt, sondern eine Herausforderung für unseren regionalen Wirtschaftsraum darstellt, ist dieser Prozess länderübergreifend als Kooperation zwischen unserer federführenden Lokalen Aktionsgruppe Lahn-Taunus und der LAG Limburg-Weilburg angelegt. Das ist ein ganz wesentlicher Beitrag zur Sicherung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, zur Erhaltung von Infrastruktur und zu einem aktiven sozialen und kulturellen Leben. Auch für uns als kommunaler Arbeitgeber wird das Gewinnen und Binden von Mitarbeitern eine immer größere Herausforderung: Wenn heute Arbeitgeber neue Mitarbeiter suchen müssen, die Arbeitnehmer sich jedoch mittlerweile ihren Arbeitgeber aussuchen können, dann müssen wir die Art und Weise, wie unsere Verwaltung als Arbeitgeber wahrgenommen wird, aktiv gestalten und eine stimmige Gesamtstrategie erarbeiten. Wir wollen es schaffen, uns von den Zentralen Diensten bis zum Bürgermeister als einheitliche Marke weiterzuentwickeln.
 

Neues Multifunktionsgebäude

Neben den Strategieprozessen wollen wir in diesem Jahr auch eine wichtige Infrastrukturmaßnahme voranbringen, und zwar die Planung eines barrierefreien multifunktionalen Gebäudes mit einem teilbaren Saal, mit Foyer, Teeküche, Technikraum und WC-Anlagen. Neben der verwaltungseigenen Nutzung als Sitzungssaal und Trauzimmer soll eine Nutzung des Solitärgebäudes auch durch Vereine, Organisationen, Initiativen und Verbände möglich sein – und das nicht nur während der Öffnungszeiten der Verwaltung. Auch die Stadt Diez hat bereits positive Signale für eine Mitnutzung des Multifunktionsgebäudes gezeigt und sich damit zu einer kommunalen Kooperation bekannt.
 

Und ganz persönlich

Ich wünsche mir, dass wir alle öffentlichen Belange wie Klimaschutz, Digitalisierung oder Hausarztversorgung auf dem uns vorgegebenen Fundament organisieren und mit ganzer Kraft nach den Lösungen suchen, die am besten für unsere Verbandsgemeinde sind. Darüber hinaus wünsche ich mir einen stets respektvollen Umgang miteinander, mehr Menschlichkeit und etwas mehr Zeit für Familie und Freunde.

 

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