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Rhein-Lahn-Zeitung: "Aktionsgruppe strebt neue Ziele an"

Kommunales

Sechs Verbandsgemeinden planen gemeinsame Projekte – Hohe Zuschüsse.

Die aus Vertretern der sechs Verbandsgemeinden Bad Ems, Nassau, Diez, Nastätten, Katzenelnbogen und Hahnstätten bestehende Lokale Aktionsgruppe Lahn-Taunus (LAG) kann ab sofort mit ihrer Arbeit beginnen, nachdem sie sich durch Annahme einer Geschäftsordnung (GO) am Dienstagabend im Sitzungssaal der Verbandsgemeinde Diez konstituiert und mit Michael Schnatz, Bürgermeister der gastgebenden Verbandsgemeinde, einen Vorsitzenden bestimmt hat. Als Vertreter von Schnatz wird dessen Kollege von der Verbandsgemeinde Nastätten, Jens Güllering, fungieren; Güllering repräsentiert auf einhelligen Wunsch der Versammlung die Region „Taunus“.

Die Etablierung der LAG ist die logische Folge der Anerkennung der Leader-Region Lahn-Taunus, die im Sommer des vergangenen Jahres für die Förderperiode 2014 – 2020 erfolgte (die RLZ berichtete). Michael Schnatz beschwor bei der Begrüßung von mehr als 30 Teilnehmern der LAG-Gründungssitzung „das lokale Engagement, das über administrative Grenzen hinaus die Grundlage der Förderstrategie Leader“ sei. Das Leader-Programm ermutige ländliche Regionen, neue Wege zu gehen, um so dem demografischen Wandel zu begegnen, sagte Schnatz, der die Grundausstattung an externen Projektmitteln für die genannte Förderperiode 2014 – 2020 mit rund 2,7 Millionen Euro (aus den Töpfen Eler und Land) bezifferte. Er habe den Wunsch, so der später ohne Gegenkandidaten einstimmig zum Vorsitzenden gewählte Schnatz, dass die LAG immer wieder Impulse geben und in den entscheidenden Momenten die richtige Entscheidung treffen werde. Wie das in der Praxis aussehen wird, erläuterte Sven Lachmann vom Institut für Regionalmanagement anhand der mit den Bündnisteilnehmern erörterten GO. Er betonte, dass für die LAG Lahn-Taunus keine Rechtsform vorgesehen sei. „Es handelt sich hier um eine lose Gruppe mit Geschäftsführung.“ Einen Vorstand oder eine Lenkungsgruppe gebe es nicht, Entscheidungsgremium sei die Mitgliederversammlung, die einen Vorsitzenden sowie einen Stellvertreter wähle. Die LAG sei ein personenbezogener Zusammenschluss: Das Stimmrecht kann nur persönlich oder durch einen per Vollmacht ernannten Vertreter ausgeübt werden. Dass ein Mitglied vor dem Hintergrund eines von ihm repräsentierten Unternehmens auftritt, ist dennoch entscheidend für die Zuordnung zu den LAG-Gruppen „öffentliche, zivilgesellschaftliche oder WiSo-Partner (Wirtschaft/Soziales)“. Denn keine dieser Gruppen darf laut GO bei Abstimmungen mehr als 50 Prozent repräsentieren. Dass die Zuordnung unter Umständen nicht eindeutig erfolgen kann, machte Bernd Feix von der Stiftung Scheuern in Nassau deutlich. „Wir sind in die Rubrik Zivilgesellschaft eingeordnet. Es böte sich doch aber auch WiSo an.“ Lachmann versicherte, dass die GO durchaus anpassbar sei. „Eine fortlaufende Arbeit an der GO wird unausweichlich sein.“ Es gelte nun, förderwürdige Projekte ins Auge zu fassen. Diese müssen Ideen verkörpern, die dazu geeignet sind, „etwas Neues in der Region auszuprobieren“, um diese voranzubringen. Den Ablauf stellte Lachmann wie folgt dar: Das (mit der Geschäftsführung identische) Regionalmanagement – in das die Versammlung Sabine Ksoll, Alexandra Hesse und Manfred Winter, alle VG Diez wählte – „sammelt“ Projekte und nimmt eine Vorprüfung und Vorklärung mit der ADD vor. Wenn das Volumen der gesammelten Projekte erkennbar ist, wird unter Fristsetzung ein offizieller Aufruf zum Einreichen gestartet. Danach erfolgt die Auswahl der förderungswürdigen Projekte durch die Mitglieder der LAG nach einem bestimmten Punkteverfahren. Mit dem ersten offiziellen Projektaufruf darf für den Frühsommer gerechnet werden, so Lachmann, der auch die Transparenz des Verfahrens unterstrich. „Alle Sitzungen der LAG sind öffentlich“, so der Diplom-Geograf. So begleiteten beispielsweise auch Vertreter aus Limburg-Weilburg die Gründungssitzung, was „den Kooperationsgedanken über Grenzen hinaus lebendig werden lässt“.

 
 

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