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05. August 2014

Michael Schnatz als Experte bei Talkrunde zur länderübergreifenden Kooperation – Abschlussveranstaltung zum Regionalentwicklungskonzept Limburg-Weilburg bei Limtronic in Limburg

Der Kreis Limburg-Weilburg und die sechs Verbandsgemeinden Diez, Bad Ems, Hahnstätten, Katzenelnbogen, Nassau und Nastätten im östlichen Rhein-Lahn-Kreis bewerben sich um die Anerkennung als LEADER-Region und damit um Fördermittel der Europäischen Union. Dieses Ziel ist nur dann zu erreichen, wenn sie für die Jahre 2014 bis 2020 ein überzeugendes Konzept (LILE) vorlegen. Da zwischen beiden Kreisen die Landesgrenze verläuft, müssen getrennte Konzepte entwickelt und in den jeweiligen Bundesländern eingereicht werden. Nach der Anerkennung kann die Umsetzung dann gemeinsam erfolgen.

In einer Talkrunde stellte Michael Schnatz dar, dass die  Verbandsgemeinde Diez sich schon vor Jahren intensiv mit der Frage befasst habe, wie sie sich hinsichtlich der Entwicklung im ländlichen Raum am besten aufstellen kann. Dabei habe insbesondere die räumliche Lage – am östlichen Rand von Rheinland-Pfalz und in direkter Nachbarschaft zum Bundesland Hessen –  eine wichtige Rolle gespielt. Vor diesem Hintergrund war und ist die Verbandsgemeinde in zwei Richtungen aktiv: in der europäischen Förderperiode 2007-2013 als rheinland-pfälzischer Partner im länderübergreifenden REK Limburg-Weilburg-Diez. Und seit 2012 im Kreisgrenzen übergreifenden REK mit der Verbandsgemeinde Montabaur, einem Modellprojekt des Landes Rheinland-Pfalz. Gleichwohl habe sich die Frage gestellt, wie die Verbandsgemeinde sich  zwischen einer potenziellen LEADER-Region ´Limburg-Weilburg´ und der heutigen LEADER-Region ´Welterbe Oberes Mittelrheintal´ denn tatsächlich entwickeln könne? Vor diesem Hintergrund habe er gemeinsam mit den Vertretern des Landkreises Limburg-Weilburg über eine gemeinsame Bewerbung als LEADER-Region für die Förderperiode 2014-2020 nachgedacht.

Michael Schnatz machte deutlich, dass in einer Vielzahl von guten und konstruktiven Gesprächen im Umweltministerium, in dessen Zuständigkeit LEADER in Rheinland-Pfalz angesiedelt ist, eine Reihe von möglichen Ansätzen für die Verbandsgemeinde Diez intensiv erörtert worden seien. Und am Ende sei klar gewesen, dass zur Verbesserung der eigenen Chancen bei einer Bewerbung neben Nachbarverbandsgemeinden auch der benachbarte Landkreis als Kooperationspartner mit ´ins´ Boot genommen werden sollte. „Und wenn ich nun einige Monate und zahlreiche Gespräche mit Bürgermeistern benachbarter Verbandsgemeinden überspringe, dann kann ich sagen, nunmehr federführend für sechs Verbandsgemeinden und die dort lebenden Menschen rund 85 Tausend Menschen hier stehe und den Letter of Intent mit unseren hessischen Partnern habe“, ist Schnatz stolz auf die Entwicklungen der vergangenen Monate.

Er sei davon überzeugt, dass der eingeschlagene Weg der richtige Weg sei, um eine Region für die Zukunft gut aufzustellen. Denn in einer Zeit, in der die Globalisierung jeden Tag wichtiger werde, in der die Welt sich jeden Tag ein bisschen schneller drehe, müsse es darum gehen, die Attraktivität des ländlichen Raums als Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraum zu erhalten.

Gefragt nach seinen Wünschen für das Projekt antwortete Schnatz: „Zunächst wünsche ich mir die Anerkennung unserer beider Regionen als LEADER-Region, um die schriftlich vereinbarte Kooperation auch im Interesse der Gesamtregion leben zu können. Denn dieser Raum hat ein Entwicklungspotenzial hat, das den Wettbewerb mit anderen Regionen nicht scheuen muss.“ Für die kommenden sieben Jahre der Zusammenarbeit wünsche er sich, dass es gelingt, zusammenzuwachsen ohne die eigene Identität zu verlieren, gemeinsam Stärken zu stärken und Schwächen zu schwächen. „Dann werden wir die Herausforderungen der Zukunft bewältigen und eine weiter positive Entwicklung unserer Gesamtregion, deren Verbindung das Band der Lahn von Bad Ems bis Weilburg ist, sichern können.“ (msc)

 
 

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